Pflegestelle für Tiere geflüchteter Menschen!
Tiere gehören schon in Friedenszeiten zu den größten Verlierern. Im Krieg verschärft sich diese Situation normalerweise extrem. Flüchtende lassen ihre Haustiere zurück, die dann oft verhungern oder getötet werden. In der Ukraine ist das anders: Außergewöhnlich viele Menschen haben bei der Flucht ihre Haustiere mitgenommen.
Aus unterschiedlichen Gründen ist es vielen Geflüchteten dann aber nicht möglich, ihre Tiere in die Unterkünfte mitzunehmen, weswegen wir seit Kriegsbeginn Pflegestellen für die betroffenen Haustiere angeboten haben. Oft hilft es schon, ein Tier ein paar Tage in Sicherheit mit optimaler Betreuung zu wissen und selbst einmal zur Ruhe zu kommen.
So erging es auch der entzückenden Hündin Luna und ihrer Familie:
Die Kleine durfte zwar in die Notunterkunft in unserer Nähe mitgenommen werden, kam dort aber mit den Gegebenheiten nicht zurecht und daher kamen auch die Menschen mit ihr nicht klar. Natürlich nahmen wir Luna vorübergehend bei uns auf und gaben der verängstigten Chihuahua-Hündin die dringend nötige Ruhe und Geborgenheit.
Wir helfen den Betroffenen auch bei der medizinischen Versorgung ihrer Schützlinge, etwa die Tiere medizinisch durchchecken, entwurmen, impfen und chippen zu lassen sowie in der amtlichen Heimtierdatenbank gesetzeskonform zu registrieren und einen EU-Heimtierausweis ausstellen zu lassen.
So wurde auch Lunas Impfung aufgefrischt und sie wurde gechippt und registriert, damit ihre Familie zumindest damit keine Sorgen mehr haben muss. Die Behörden schätzen, dass schon jetzt über 250.000 Vertriebene aus der Ukraine in Österreich sind, mindestens 5% davon mit Haustieren.
Da wird also noch einiges auf uns zu kommen, mit dem wir natürlich überhaupt nicht gerechnet haben.