Mütter überfahren, gemäht, verschwunden -
Igelwaisen brauchen Hilfe!

Kaum wird es herbstlich, trudeln beinahe unzählige Igelnotfälle auf unserem Tierschutzhof ein. Während wir in den Sommermonaten hauptsächlich mit erwachsenen Igeln nach Unfällen mit Mährobotern oder Autos zu tun hatten, halten uns momentan jede Menge verwaiste Igelbabys auf Trab. Heute möchte ich vom Schicksal zweier Würfe berichten, die mich besonders traurig machen.

Vier auf einen Schlag verwaist. 

Die Mutter des Quartetts, das wir Ignaz, Pepi, Luise und Anni genannt haben, wurde leider überfahren und ihre Kinder lagen hilflos neben der Straße, wo sie glücklicherweise von einem Tierfreund gesehen, gerettet und zu uns in die PFOTENHILFE gebracht wurden. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn er sie nicht entdeckt hätte. Hilflos wären die Kleinen an Unterkühlung und mangels lebensnotwendiger Muttermilch gestorben. Besonders erschreckend war, dass das Quartett nicht nur vom Hunger geplagt, sondern auch von Flöhen und Fliegeneiern übersät war. Kurz darauf wären Maden geschlüpft und hätten die armen Kerle bei lebendigem Leib angefressen. Ich habe die Parasiten entfernt und die schon stark unterkühlten Igelbabys gewärmt. Jetzt ziehe ich sie liebevoll mit dem Flascherl auf, das ich ihnen alle drei Stunden – auch nachts – geben muss.

Und gleich noch weitere fünf Waisenbabys!

Kurz danach trafen in der PFOTENHILFE schon die nächsten fünf Igelwaisen ein, die ihre Mutter verloren hatten. Beim Umschichten eines Komposthaufens flüchtete ihre Mama und kehrte auch nach stundenlanger Wartezeit nicht mehr zurück. Das Quintett, das wir Nannerl, Konstanze, Xaver, Poldi und Wolfgang Amadeus nannten, wurde von den Gartenbesitzern schließlich auch zu unserem Tierschutzhof gebracht und wird nun ebenfalls von mir mit der Hand aufgezogen.

Und noch viel mehr Igelchen …

Neben diesen beiden Würfen haben sich in der Zwischenzeit auch noch viele weitere Igelchen eingefunden, deren Mütter auf tragische Weise getötet worden oder verschwunden sind. Die Kleinen werden meist vollkommen orientierungslos, hungrig und vor Kälte zitternd aufgefunden. Neben all diesen Babys, die die Saison nur eingeläutet haben, kommen bis Weihnachten auch laufend Igel unter 600 Gramm, die damit für den Winterschlaf zu leicht oder krank oder auch verletzt sind, auf unserem Tierschutzhof an. Diese dürfen bei uns in den bewährten Holzhäusern mit Wärmelampen und reichlich bestem, artgerechten Futter geschützt überwintern, bis sie im Frühling wieder ausgewildert werden.

Da es leider jährlich mehr Opfer werden, die wir zu versorgen haben, müssen wir zumindest eine weitere dieser extrem stabilen und langlebigen Holzhäuser bestellen und aufbauen. Bitte unterstützen Sie uns heute beim Kauf der Aufzuchtsmilch, des Futters und den Materialkosten für das neue Igelhaus mit Wärmelampen. Jeder Betrag hilft uns!

Täglich werden die Igelkinder gewogen, um ihre Entwicklung genau zu überwachen.

20€
betragen die Futterkosten für einen Igel pro Woche.

Der Tierarzt prüft regelmäßig den Gesundheitszustand der Waisen.

50€
kostet ein großer Kübel Aufzuchtsmilchpulver.

Johanna versucht die verlorene Mama bestmöglich zu vertreten.

2.500€
kostet das Material für ein weiteres frostsicheres Igelhaus zur Überwinterung.