Und: Gefahr durch auf B154 herumirrenden Hund bei Mondsee
Auf der B147 Richtung Braunau wurde kurz vor dem Bahnübergang in Ach (Gemeinde Munderfing) am Samstag um 21.30h ein schwer verletzter, weißer Kater gefunden. Ein Bein hing völlig verdreht weg, was auf einen Autounfall mit Fahrerflucht schließen lässt. Der arme Kerl ist im Schockzustand mitten auf der Bundesstraße sitzen geblieben. Nur durch die rasche Reaktion der Insassen des nächsten Fahrzeugs konnte noch Schlimmeres verhindert werden. Diese sicherten sofort den Unfallort ab und wählten - weil der weiße Kater durch die Schmerzen aggressiv reagierte - den Notruf der Pfotenhilfe.
Kurz darauf konnte er von den Tierrettern geborgen werden. Der kastrierte Kater wurde auf dem Tierschutzhof Pfotenhilfe in Lochen erstversorgt und stabilisiert und befindet sich bereits in einer Tierklinik mit folgender Diagnose: das verdrehte Bein hat eine offene Fraktur, die sofort operiert werden muss, auch ein zweites Bein muss wahrscheinlich operiert werden. Zusätztlich hat der arme Kerl auch noch eine Lungenblutung. Voraussichtliche Kosten: rund 2.000,- Euro!
Und am Sonntag Vormittag hat die Polizei dem Pfotenhilfe-Notruf einen in Schwarzindien bei Mondsee auf der B154 herumirrenden kleinen Hund gemeldet, der gefährliche Situationen verursacht hatte und von einem Mann gesichert wurde. Eine Mitarbeiterin der Pfotenhilfe nimmt ihn am Nachmittag am Weg in die Arbeit mit, um den Chip abzulesen und seine Identität zu klären.
"Rund um Weihnachten spitzt sich die Situation im Tierschutz leider immer mehr zu. Um Fahrerflucht bei einem verletzten Tier zu begehen, muss man vollkommen gefühllos oder unter starkem Alkoholeinfluß sein - möglicherweise auch beides", klagt Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler. "Neben zahlreichen entlaufenen oder ausgesetzten Katzen und je einem Kaninchen und einem Hund in den letzten Wochen, beginnt jetzt wohl die Phase, in der Hunde wegen der immer früher beginnenden Knallerei weglaufen und verwirrt oft viele Kilometer herumirren."
Die Pfotenhilfe setzt ihre Hoffnung auf den neuen Tierschutzminister Rudolf Anschober, von dem man sich wünscht, dass er die Fehler der SPÖ/ÖVP-Regierung unter anderem insoweit korrigiert, dass die vielen Tierschutzvereine nicht mehr durch die Behörden eingeschränkt sondern unterstützt werden. "Die missglückte Tierschutzgesetzesnovelle 2017 wurde auch von ÖVP/FPÖ nicht repariert, wodurch sich die Anfragen und Hilferufe bei der Pfotenhilfe und den wenigen und zumeist nur kleinen anderen österreichischen Tierheimen vervielfacht haben. Dieser politische Stillstand auf dem Rücken der Tiere und Tierschützer muss 2020 ein Ende haben", fordert Stadler abschließend.
Die Pfotenhilfe bittet um Hinweise, falls jemand die Tiere erkennt und Hinweise auf die Halter geben kann sowie um Unterstützung für die horrenden Operationskosten. Online-Spendenmöglichkeit auf www.pfotenhilfe.at oder
auf das Spendenkonto des Tierschutzhofs Pfotenhilfe: IBAN: AT42 3429 0000 0623 0700
Veroffentlicht am 22.12.2019