Als Tierschützer begegnet man tagtäglich armen Tieren, die am eigenen Leib leidvoll erleben müssen, wie weit Menschen gehen können, und wie unbarmherzig das Schicksal zuschlagen kann. Nur wenige der betroffenen Tiere haben die Chance, gerettet zu werden, und damit auf eine Zukunft mit Liebe und Geborgenheit. Denn was hinter hohen Mauern und dichten Zäunen Tag für Tag geschieht, bleibt oft unentdeckt. Auch in Österreich. Diese leidgeprüften Wesen sind auf Hinweise aus der Bevölkerung, einen Schutzengel oder einfach nur Zufall und entsprechendes Glück angewiesen. So wie das Hundebaby Stöpsel und ihre Mama Linda sowie Fanni, die neulich zu uns auf den Tierschutzhof gekommen sind und von denen ich Ihnen heute berichten möchte.
Als wir von Behörden zu Hilfe gerufen wurden, wussten wir noch nicht, was auf uns zukommt. Es war die Rede von zwei beschlagnahmten Hunden, die wir holen sollten. Vor Ort bot sich uns ein Bild des Schreckens: In dem vermüllten Garten war schon lange kein Hund mehr spazieren. Die Türe war fest verschlossen. Lebte dort überhaupt jemand? Hundegebell aus dem Inneren ließ uns aber aufhorchen. Erst nach langer Wartezeit und dem Einschreiten der Polizei wurde schließlich widerwillig geöffnet. Sofort flüchtete ein winziger Welpe ins Freie und wurde dabei auch noch in der Tür eingezwickt, die der Halter schnell wieder zu schließen versuchte. Meine Kollegin hob das Hundebaby behutsam hoch und beschützte es in ihren Armen. In dem erschreckend zugemüllten und verdreckten Messie-Haus befand sich auch eine blinde erwachsene Hündin. Die Augen trüb, das Fell zerzaust und verfilzt.
Doch damit nicht genug! Unter einer Betondecke im Haus, die einen Hohlraum voller Schutt bedeckt, hatte sich ein dritter total verängstigter Hund verkrochen, den wir vorsichtig bergen mussten. Alle drei Hunde waren sehr ungepflegt. Einen Tierarzt hatten die drei wohl noch nie gesehen. Genauso wenig wie gutes Futter. Verzweifelt suchten wir nach weiteren Welpen, doch es blieb bei dem einen, den wir gleich zu Beginn evakuiert hatten. Was war mit den anderen geschehen? Eine Frage, auf die wir wohl nie eine Antwort bekommen.
Es ist unsere wichtigste Aufgabe, für all jene stark zu sein, die niemanden haben. Ihnen die richtige Versorgung zu gewährleisten, Liebe zu geben und Geborgenheit zu schenken. Wir brachten die drei geretteten Hunde sofort zum Tierarzt. Linda, die blinde Hündin, stellte sich als Mutter des Welpen, den wir Stöpsel nannten, heraus. Da sie selbst nicht mehr in der Lage war, sich ausreichend um ihr erst rund vier Wochen altes Baby zu kümmern, übernahmen meine Tochter Aurelia und ich diese Aufgabe samt Ersatzmilchfütterung mit dem Flascherl. Besonders traurig ist, dass auch das Baby auf einem Auge blind ist. Der Halter hatte also trotz der Krankheit der Mutter mit ihr gezüchtet. Sie war zudem vollkommen verwurmt und hatte daher schreckliche Bauchschmerzen. Wir bangten mehrere Tage um ihr Leben. Doch Stöpsel hat es geschafft! Die dritte Hündin, Fanni, hatte wahrscheinlich noch nie Tageslicht gesehen. Regelrecht geblendet war die Arme, als wir sie aus dem Haus trugen.
Wir brachten Linda und Stöpsel zu einer Augenspezialistin. Was für eine Überraschung! Eine spezielle, sehr aufwendige Operation kann Linda wieder sehend machen und eine Behandlung die weitere Verschlechterung der Augen von Stöpsel verhindern.
Wir bitten Sie daher inständig um Ihre Unterstützung, damit wir diesen armen Hunden, die schon so viel Schreckliches mitgemacht haben, helfen können.
150€
betragen die Kosten der Grundimmunisierung von Stöpsel.
1.440€
kosten die Kastrationen aller drei Hündinnen.
4.200€
wird die Augen OP bei Linda in etwa kosten.