Es war einer dieser ersten kühleren Tage, die schon deutlich den Herbst ankündigen. Im taunassen Gras hat eine tierfreundliche Familie ein kleines Häufchen Stacheln entdeckt. Sie trauten ihren Augen nicht: Die Stachelkugeln waren keine Kastanien, sondern kleine Igel Babys ohne Mutter!
Sie zitterten und waren eiskalt. Nachdem nach kurzer Umschau in der nahen Umgebung auch ein toter, weiblicher Igel gefunden wurde, war klar: Die Kleinen hatten ihre Mutter verloren. Wie sich später herausstellte, hatte sie offenbar Gift gefressen und war gestorben, bevor sie zurück zu ihren Kindern kam. Wir nahmen die Fünflinge bei uns auf, wärmten sie vorsichtig, gaben ihnen Liebe und Geborgenheit und fütterten sie mit Muttermilch ersatz. Seither bin ich nahezu rund um die Uhr mit den Babys beschäftigt und kümmere mich bestmöglich um sie. Bis sie groß genug sind bekommen sie alle drei Stunden ein Flascherl und es soll ihnen an nichts fehlen.
Die fürsorgliche Igelmama ist wieder einmal ein Opfer der Menschen geworden. Denn Igel sind durch Verkehr, Rasenmäher, intensive Landwirtschaft, „aufgeräumte“ Gärten, Nahrungsmangel und Gifte in Lebensgefahr. Jahr für Jahr kommen dutzende verwaiste, verletzte oder zu kleine Igel zu uns auf den Tierschutzhof. Oft schon von Fliegenmaden befallen, dem Tod ins Auge blickend.
Wir kämpfen um jeden Einzelnen und haben dafür auch tolle Tierärzte an unserer Seite, die uns bestmöglich unterstützen. Wir helfen allen Igeln, die menschliche Unterstützung brauchen, um sicher heranzuwachsen oder aber auch, um ihnen eine sichere Winterruhe zu ermöglichen.
Da wir letztes Jahr so viele Igel bekommen haben, die unsere Hilfe gebraucht haben, war noch vor Winteranfang jeder Platz besetzt. Darum wollen wir dieses Jahr noch zwei weitere Igelhäuser bauen, in denen wir geschwächte, kranke, zu kleine, zu dünne, aber auch zu junge oder alte Tiere gut durch den Winter bringen können. Bis zum Frühling werden sie hier optimal versorgt und betreut und können nach dem Frost und bei genügend Nahrungsangebot wieder in die Freiheit entlassen werden.
Ich möchte Sie heute bitten uns bei der Aufzucht der Kleinen und der Vorbereitung der Winterquartiere zu helfen. Nur weitere Plätze ermöglichen weitere Überlebende und das schaffe ich nur gemeinsam mit Ihnen! Lassen wir die Igel bitte nicht im Stich!
20€
betragen die Kosten für das Futter für einen Igel pro Woche.
48€
kostet ein Kübel Igel-Aufzuchtsmilch.
Rund 2.500€
kostet ein Holzhaus für die Igel.